Fortbildung für Ausbilder des LVB

Strahlrohrtraining

 

Unter dem Motto „Train the Trainers“, fand am 31.08.2018 eine interne Fortbildung für die Ausbilder des Landesfeuerverbandes der Betriebsfeuerwehren statt.

Rudolf Eser von der Firma „AWG“, referierte in Theorie und Praxis über die diversen Hohlstrahlrohre und ihre Einsatzgebiete.

Im Praxisteil konnten die diversen Typen von Hohlstrahlrohren und das dazugehörige Zubehör intensiv trainiert werden. Dabei war es eine wichtige Erfahrung für die Strahlrohrführer auch einmal direkt vor dem Strahlrohr zu stehen, um die Unterschiede zwischen den einzelnen Typen zu versehen – feststehender Zahnkranz – rotierender Zahnkranz.

·       Hohlstrahlrohr mit einstellbarer Strahlform bei variabler Durchflussmenge   - Funktionskategorie 1

·       Hohlstrahlrohr mit einstellbarer Strahlform bei konstanter Durchflussmenge   - Funktionskategorie 2

·       Hohlstrahlrohr mit einstellbarer Strahlform bei einstellbarer   konstanter Durchflussmenge - Funktionskategorie 3

·       Hohlstrahlrohr mit integrierter Drucksteuerung (automatische Strahlrohre) - Funktionskategorie 4

Dabei wurden auch interessante Fragestellungen diskutiert, wie z.B. mache ich mir den Unterdruckbereich des Hohlstrahlrohres (fester Zahnkranz) bei einem Gasbrand (Flanschbrand) zu Nutze, um die Flamme „einzusaugen“, damit ein ausbreiten der Flammen verhindert werden kann.

Beachtlich sind auch die Durchflussmengen und Wurfweiten der einzelnen Rohre, in Kombination mit einem C-52 Druckschlauch.

Strahlrohr

Somit ist es möglich diese Rohre taktisch, in einem großen Einsatzspektrum einzusetzen, dies gilt für den Innenangriff, genauso wie für den Außenangriff und lässt dem Einsatzleiter den Spielraum, schnell auf veränderte Einsatzbedingungen zu reagieren, ohne Schlauchleitungen verändern zu müssen (angepasster Volumenstrom).

Weitere Vorteile dieses Strahlrohrtyps seien hier kurz nochmal erwähnt.

·       Rasches Anpassen von Durchflussmenge und Sprühbild/ flexibles Reagieren auf die Verhältnisse am Brandherd

·       Möglichkeit der Rauchgaskühlung zur Verhinderung einer Rauchgasdurchzündung

·       Erhöhte Sicherheit für die Einsatzkräfte

·       Bessere Flächenabdeckung (Sprühstrahl)

·       Verbesserte Kühl- und somit Löschwirkung

·       Geringere Wasserschäden

·       Einsatz zur hydraulischen Ventilation

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Training war gut auf den Teilnehmerkreis abgestimmt und es wurden wertvolle Informationen, für den praktischen Gebrauch, in Anwendung und Handhabung, vermittelt.